Marathon-Trainingsplan mit dem Zeitziel:
schneller als 4 Stunden 0 Minuten |
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Das spezielle Marathontraining beginnt 10 Wochen vor dem geplanten Marathontermin. In diesen 10 Wochen vor dem Marathon liegt das wöchentliche Trainingspensum im Durchschnitt bei 53 bis 65 Kilometer verteilt auf 4 Trainingseinheiten. In den beiden Wochen, in denen Testwettkämpfe vorgesehen sind sowie in den beiden Wochen vor dem Marathon, werden etwas weniger Kilometer gelaufen. Die langen, langsamen Dauerläufe sind die wichtigsten Trainingseinheiten in der Marathonvorbereitung. Sie sollten diese deshalb nicht ausfallen lassen. Es gibt einige Punkte, die Sie berücksichtigen sollten: Laufen Sie gelegentlich auf einer vermessenen Strecke. Gewöhnen Sie sich daran, ein gleichmäßiges Tempo zu laufen! Plötzliche Tempowechsel beim Marathon führen zu einem übermässigen Energieverbrauch und damit zu dem Risiko, die Energiedepots frühzeitig zu entleeren und ab Kilometer 32 einzubrechen. Um Ihr Rennen und Ihre Trainingsläufe richtig einzuteilen, sollten Sie in der Marathon-Tempotabelle nachsehen. Trainieren Sie gelegentlich auf Asphalt. Bei dem nachfolgenden Trainingsplan wird die Trainingsintensität als Tempo (in Zeit pro Kilometer) und als erwünschter Belastungspuls angegeben. Ihren optimalen Belastungspuls können Sie anhand Ihres individuellen Maximalpulses berechnen. Erläuterungen zu Abkürzungen und Begriffen des Trainingsplanes finden Sie am Ende des Planes. Hinweis Auf diesen Trainingplan habe ich die Urheberrechte. Deshalb ist eine Veröffentlichung dieses Trainingsplanes auf anderen Websites sowie in anderen Medien unzulässig! Wenn Sie aber einen Link auf meine Website http://laufberater.com/ setzen, ist mir das willkommen. © Alexander Ständer - Laufberater.com
Erläuterungen zu Begriffen und Abkürzungen des Trainingsplans lockerer Dauerlauf Das Tempo beim "normalem", lockeren Dauerlauf ist ca. 60 bis 85 Sekunden pro Kilometer langsamer als bei Ihrem derzeitigen 10 km-Wettkampftempo. Ihr Puls liegt beim lockeren Dauerlauf zwischen 65 % bis höchstens 80% Ihres individuellen Maximalpulses. langer, langsamer Dauerlauf Das Tempo beim langen, langsamen Dauerlauf ist 45 bis 65 Sekunden pro km langsamer als bei Ihrem geplanten Marathonrenntempo. Oder anders gesagt: Das Tempo beim langen, langsamen Dauerlauf ist ca. 90 bis 100 Sekunden pro Kilometer langsamer als bei Ihrem derzeitigen 10 km-Wettkampftempo. Ihr Puls beim laufen liegt zwischen 62 % und höchstens 75 % Ihres individuellen Maximalpulses. flotter Dauerlauf In diesem Trainingsplan wird beim flotten Dauerlauf im geplanten Marathonrenntempo (5:41 pro Km) gelaufen. Wie Sie Ihr realistisches Marathon-Wettkampftempo errechnen können, ist weiter unten erklärt. % Ihres Maximalpulses - Training nach Puls Ihr Puls ist ein zuverlässiger Parameter für Ihre körperliche Beanspruchung. Deshalb ist es hilfreich, Ihren Puls (Herzfrequenz) zu beachten, um die richtige Trainingsintensität zu bestimmen und einzuhalten. Die Anzahl der Herzschläge pro Minute (Herzfrequenz) wird dabei zum Gradmesser für die körperliche Belastung. Je höher die Herzschlagzahl pro Minute, desto größer ist die Belastung. Eine Möglichkeit ist, die Belastungsstufen (bzw. die Intensitätsvorgaben) in Prozentangaben des Maximalpulses festzulegen. Ihren Maximalpuls erreichen Sie bei höchster Anstrengung und völliger Ausbelastung.
Regenerationslauf Der Regenerationslauf (Erholungslauf) ist die ruhigste Form des Dauerlaufes. Er besteht in langsamen Joggen mit einem Puls von etwa 62% bis 68 % der persönlichen maximalen Herzfrequenz. Das Tempo beim Regenerationslauf ist 90 (bis 120 Sekunden) pro km langsamer als bei Ihrem individuellen, derzeitigen 10 km-Wettkampftempo. Der Erholungslauf sollte nicht länger als 45 bis 60 Minuten dauern. Realistisches Zeitziel und Wettkampftempo ermitteln Errechnen Sie ein erreichbares Zeitziel für Ihren Marathon. Ein erreichbares Zeitziel können Sie anhand der Ergebnisse, die Sie auf kürzeren Distanzen erzielt haben errechnen. Die so ermittelte Zeit dividieren Sie durch 42,195 und erhalten so Ihr Marathon-Wettkampftempo. Sie können z.B. die Zeiten hochrechnen, die Sie bei den in diesem Trainingsplan vorgesehenen Testläufen oder Wettkämpfen erreicht haben. Prognose Ihrer Marathonzeit mittels Ihrer aktuellen Für die Hochrechnung Ihrer 10 Km Wettkampfzeiten gibt es verschiedene Multiplikations-Faktoren. Wenn Sie eine wirklich "realistische" Marathon-Prognose erhalten wollen, sollten Sie Ihre 10-Wettkampfzeit mit dem Faktor 4,8 oder dem Faktor 4,97 multiplizieren. Ein Beispiel: Sie haben z.B. bei dem 10-Km Testwettkampf die Strecke in 49:00 Minuten zurückgelegt. Also können Sie mit einer Marathonzeit von 3:55:12 bis 4:03:32 rechnen. Ihr Marathon-Wettkampftempo errechnen Sie dann so: Wenn Sie sich sehr gewissenhaft, fleißig und "marathonspezifisch" vorbereitet haben (oder Sie ein erfahrener und ausdauernder "Marathontyp") sind, können Sie Ihre aktuelle 10 Kilometer Wettkampfzeit mit einem der folgenden Faktoren multiplizieren: Hierdurch erhalten Sie allerdings Zeiten, die Sie im Idealfall erzielen können. "Marathonspezifisch" heißt u.a., daß Sie genug lange Dauerläufe von 30 bis 32 Km Länge sowie insgesamt genug Trainingskilometer absolviert haben. Es gibt noch eine andere sehr gute Möglichkeit Ihre maximal mögliche Marathonzeit mittels Ihrer aktuellen 10-Km-Bestzeit zu prognostizieren. Die Formel dafür lautet: 10 Km in 30 Minuten entsprechen einer Marathonzeit von 2 Stunden 20 Minuten. Jeweils plus / minus eine Minute über 10 Km ergibt auf Marathon plus / minus 5 Minuten. Demnach könnte ein Läufer mit einer aktuellen 10-Km-Bestzeit von 50 Minuten den Marathon im Idealfall in 4 Stunden 0 Minuten laufen. Prognose Ihrer Marathonzeit mittels Ihrer aktuellen Halbmarathon-Bestzeit Wenn Sie in der Marathonvorbereitung an einem Halbmarathon teilgenommen haben, können Sie auch diese Zeit hochrechnen. 1. Verfahren: Sie multiplizieren Ihre Halbmarathonzeit mal 2 und addieren anschließend 12 Minuten. 2. Verfahren: Sie multiplizieren Ihre Halbmarathon-Wettkampfzeit mit dem Faktor 2,11. Bei beiden Verfahren erhalten Sie eine Endzeit, die Sie im Idealfall erreichen können. Optimale Renneinteilung - Zwischenzeiten aus der Tempotabelle entnehmen Wenn Sie ein erreichbares Zeitziel für Ihren Marathon ermittelt haben, sollten Sie in der Tempotabelle nachsehen, um in einem angemessenem Tempo zu starten und die nötigen Zwischenzeiten einzuhalten. © Alexander Ständer - Laufberater.com
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